Illegales Autorennen Wie Lange Führerschein Weg?

Illegales Autorennen Wie Lange Führerschein Weg
Illegale Straßenrennen: Mögliche Nebenstrafen – Illegales Autorennen Wie Lange Führerschein Weg Illegales Autorennen: Ob Unfall oder nicht, auf die Betroffenen warten teils strenge Strafen. Zusätzlich zu Geld- und Freiheitsstrafe können auf verurteilte Raser mit der Novelle des StGB auch weitere Sanktionen zukommen. Insbesondere folgende Nebenstrafen sind möglich:

  • Fahrverbot bis zu sechs Monate oder Entziehung der Fahrerlaubnis
  • 2 bis 3 Punkte in Flensburg (je nachdem, ob Fahrverbot oder Fahrerlaubnisentzug bestimmt wurden)
  • Beschlagnahmung des gefahrenen Fahrzeugs, sofern dieses kein Fremdeigentum ist

Kommt es aufgrund von einem Autorennen zum Crash können sich gegen den Täter zudem zivilrechtliche Ansprüche ergeben (Schadensersatz, Schmerzensgeld ). ( 35 Bewertungen, Durchschnitt: 4,60 von 5) Loading.

Was passiert bei einem Autorennen?

Illegale Autorennen: Welche Strafe müssen Raser erwarten? – Illegales Autorennen Wie Lange Führerschein Weg Trotz hoher Strafe sind deutsche Straßen immer noch Austragungsort für illegale Autorennen. Ein illegales Straßenrennen ist ein enormes Risiko für die Verkehrssicherheit. Nicht selten kommt es beim Autorennen zum Crash mit erheblichen Sach- und Personenschäden. Juristisch sind Straßenrennen in Deutschland schon länger verboten, wobei die möglichen Sanktionen immer wieder verschärft werden.

Ursprünglich ergab sich das Verbot aus § 29 Abs. 1 Straßenverkehrsordnung (StVO). Dieser Absatz ist aber zum 1. April 2013 weggefallen. Seit dem begehen Personen, die ein verbotenes Autorennen veranstalten oder an einem solchen teilnehmen, nicht bloß eine Ordnungswidrigkeit.

Mittlerweile haben die verbotenen Kraftfahrzeugrennen einen eigenen Straftatbestand im Strafgesetzbuch (StGB) erhalten. Im § 315d Abs. 1 StGB heißt es: Wer im Straßenverkehr

  1. ein nicht erlaubtes Kraftfahrzeugrennen ausrichtet oder durchführt,
  2. als Kraftfahrzeugführer an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen teilnimmt oder
  3. sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Somit droht mindestens eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe. Des Weiteren kann die Fahrerlaubnis entzogen werden. Zusätzlich sind außerdem drei Punkte in Flensburg zu erwarten. Kommt es zu einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, kann eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren, bei einem Personenschaden sogar von bis zu zehn Jahren verhängt werden.

Kann man alleine ein Rennen fahren?

Rennen gegen sich selbst? – Wer als sogenannter “Alleinraser” unterwegs ist, der kann sich gemäß § 315 d Absatz 1 Nr. 3 StGB ebenfalls strafbar machen. Das gilt immer dann, wenn sich der Fahrer – wie im Gesetzestext festgelegt – mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine möglich hohe Geschwindigkeit zu erreichen.

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Was ist ein Alleinrennen?

Kann die Flucht vor der Polizei als „Alleinrennen” gelten? – Die Flucht vor der Polizei durch eine auffällige Geschwindigkeitsüberschreitung kann auch unter § 315d Abs. 1 Nr. 3 StGB fallen und somit ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen sein. Dabei wird nicht auf das Motiv geachtet ein Rennen zu führen, sondern darauf die höchstmögliche Geschwindigkeit nach den Sicht-, Straßen- und Verkehrsverhältnissen oder den persönlichen Fähigkeiten des Fahrers zu erlangen.

Was gilt als Straßenrennen?

Ein illegales Straßenrennen (in der Szene Streetracing genannt) ist ein im öffentlichen Straßenverkehr durchgeführtes Motorrad – oder Autorennen. Illegale Straßenrennen gefährden die übrigen Verkehrsteilnehmer und die Teilnehmer an diesen Wettfahrten selbst.

Was kann die Teilnahme an illegale Straßen zur Folge haben?

Die Teilnahme an illegalen Autowettrennen ist eine Straftat. Je nachdem, ob eine Gefährdung vorliegt, werden die Fahrer illegaler Autorennen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren bestraft.

Was ist der Raser Paragraph?

Eingeführt wurde der Paragraf im Jahr 2017, nach dem Rennen auf dem Kudamm – Eingeführt wurde der Paragraf im Jahr 2017 als Reaktion auf verschiedene mit illegalen Autorennen in Zusammenhang stehende Unfälle, unter anderem auf dem Berliner Kudamm im Jahr 2016.

  • Mit Haft bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe wird danach bestraft, wer ein nicht erlaubtes Kraftfahrzeugrennen veranstaltet oder daran teilnimmt;
  • Als dritte Variante nennt der Tatbestand, dass sich ein Fahrer „mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen;

” Dem Amtsgericht Villingen-Schwenningen lag der Fall eines Fahrers vor, der auf der Flucht vor der Polizei teils in geschlossenen Ortschaften zwischen 80 und hundert Stundenkilometern schnell gefahren sein soll. Er ignorierte rote Ampeln und kollidierte wegen des hohen Tempos mit einem anderen Verkehrsteilnehmer.

Was ist ein Rennen gegen sich selbst?

§ 315 d StGB  erfasst nicht nur Rennen zwischen mehreren Fahrzeugen, sondern auch das sogenannte „Rennen gegen sich selbst” In § 315 d Abs. 1 Ziff. 3 StGB heißt es wörtlich: „ …sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen “.

Die Formulierung ist dem Umstand geschuldet, dass der klassische Rennbegriff zwar Gruppen, nicht aber einzelne Fahrer erfasst. Der grundlegenden Bundestagsdrucksache 18/12964 , S. 3 zufolge, würden aber nicht Rennen, sondern „ einzelne Raser, die gerade kein Rennen in einer Gruppe durchführen ” an der Spitze der Statistiken über die häufigsten Todesursachen stehen.

Es daher erforderlich gewesen auch die Sachverhalte zu erfassen, „ in denen nur ein einzelnes Fahrzeug objektiv und subjektiv ein Kraftfahrzeugrennen nachstelle ” (s. BGH, Beschl. 17. 02. 2021, Az. 4 StR 225/2 ). Verschiedene Gerichte vertreten dabei die Auffassung, dass der Tatbestand des § 315d Abs.

1 Nr. 3 StGB – namentlich das subjektive Merkmal der „höchstmöglichen Geschwindigkeit” – kein „volles Ausreizen” eines Kraftahrzeugs erfordert (z. KG Berlin vom 15. 04. 2019 – Az. : 3 Ss 25/19 und 161 Ss 36/19).

Wie weit die Auslegung der Tatbestandsmerkmale gehen kann, haben u. Urteile des Amtsgerichts Waldbröl (v. 14. 01. 2019 (Az. : 40 Ds 536/18 ) oder des OLG Köln (v. 05. 05. 2020, Az. II-1 RVs 45/20 ) gezeigt. Demnach hat auch die Flucht vor einem Streifenwagen Renncharakter, da das Ziel, dem verfolgenden Streifenwagen zu entkommen, nur durch Wegfahren mit höchstmöglicher Geschwindigkeit erreicht werden können soll.

  • § 315d StGB ist mit dem Grundgesetz vereinbar! Als das Bundesverfassungsgericht am 09;
  • 02;
  • 2022 darüber zu entscheiden hatte , ob die Norm hinreichend klar formuliert und mit dem Grundgesetz vereinbar sei, kam es zu einem klaren Ergebnis (;
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Hinsichtlich des Tatbestandsmerkmals der höchstmöglichen Geschwindigkeit, konstatierte das Gericht zwar eine gesetzgeberische Fehlleistung. Konkret heißt es dazu „Es sei Aufgabe des Gesetzgebers, deutlich zu machen, zu welchem Zeitpunkt die objektiven und subjektiven Merkmale eines Tatbestands erfüllt sein müssten, um eine Strafbarkeit anzunehmen.

Es finde sich umgekehrt im Normwortlaut kein Anhaltspunkt dafür, dass sich der Vorsatz auf alle höchstmöglichen Geschwindigkeiten beziehen müsse. Hiergegen spreche, dass „höchstmögliche Geschwindigkeit” im Singular verwendet werde.

Außerdem finde diejenige Auffassung keinerlei Anhalt im Wortlaut der Norm, wonach die Fahrt einen Renncharakter haben müsse. Das vorliegende subjektive Tatbestandsmerkmal beziehe sich nach seinem Wortlaut allein auf die höchstmögliche Fahrgeschwindigkeit.

  • Rennen charakterisierten sich zwar auch, aber nicht nur durch eine hohe Geschwindigkeit;
  • Vielmehr trete hier ein Wettbewerb zwischen verschiedenen Beteiligten mit eigenständigen Risiken und Dynamiken hinzu, wobei im Einzelfall das Erreichen der Maximalgeschwindigkeit nicht erforderlich sei;

Über die Geschwindigkeit hinausgehende Renncharakteristika fänden im Wortlaut der Norm keine Anknüpfung. Soweit also die Gerichte im Rahmen ihrer Subsumtion unter das vorliegende Tatbestandsmerkmal aggressives Fahrverhalten über die Geschwindigkeit hinaus berücksichtigten, überschritten sie die Wortlautgrenze und korrigierten im Widerspruch zum Analogieverbot des Art.

  • 103 Abs;
  • 2 GG eine gesetzgeberische Fehlleistung;
  • Es wäre dem Gesetzgeber schließlich jederzeit möglich gewesen, das vorliegende Tatbestandsmerkmal durch das Tatbestandsmerkmal „um ein Rennen nachzustellen” oder durch „wobei die Fahrt mit Renncharakter erfolgen muss” zu ersetzen;

” Zu den Tatbestandsmerkmalen der groben Verkehrswidrigkeit sowie des rücksichtslosen Verhaltens heißt es: „Wie eine grobe Überschreitung der Geschwindigkeit, ab der die Kontrolle über das Fahrzeug verlustig gehe, von der noch höheren höchstmöglichen Geschwindigkeit abgegrenzt werden solle, sei schlicht unklar.

Es sei in keiner Weise ersichtlich, wie eine trennscharfe, abstrakte, also für jedermann nachvollziehbare Abgrenzung zwischen nur objektiv tatbestandlich zu schnellem Fahren und auch subjektiv tatbestandlichem Handeln gezogen werden solle.

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Bezüglich des Tatbestandsmerkmals „rücksichtslos” fehle es genauso an jedweder Abgrenzbarkeit. Es sei abstrakt kein Fall ersichtlich, in dem das Anstreben einer situativ höchstmöglichen Geschwindigkeit nicht zugleich rücksichtslos sei. Damit verlöre das Tatbestandsmerkmal seinen eigenständigen Inhalt.

Dies dürfe aber aufgrund des aus Art. 103 Abs. 2 GG folgenden Verschleifungsverbots nicht Ergebnis der Auslegung sein. ” Am Ende hat das Gericht § 315 d Abs. 1 Nr. 3 StGB jedoch als mit der Verfassung vereinbar eingestuft.

Begründet hat es dies wie folgt: „Er fördert die legitimen Gemeinwohlzwecke der Sicherheit des Straßenverkehrs sowie des Schutzes des Lebens, der körperlichen Integrität und des Eigentums. Die Regelung des § 315d Abs. 1 Nr. 3 StGB stellt als Strafnorm grundsätzlich ein geeignetes Instrument des Rechtsgüterschutzes dar, weil das strafbewehrte Verbot gefahrträchtiger Handlungsweisen im Straßenverkehr den erstrebten Rechtsgüterschutz zumindest fördern kann.

Sie ist auch erforderlich, um das legitime Schutzanliegen des Gesetzgebers zu erreichen. Weniger eingriffsintensive Maßnahmen mit gleichem Wirkungsgrad, wie Regelungen im Ordnungswidrigkeitenrecht, die vor der Gesetzesinitiative bereits bei Mehrpersonenrennen nicht zu ausreichender Abschreckung geführt hatten, sind – auch vor dem Hintergrund des gesetzgeberischen Ermessensspielraums (vgl.

BVerfGE 90, 145 ; 120, 224 ; 153, 182 ) – nicht ersichtlich. Die von der Vorschrift ausgehende Einschränkung der allgemeinen Handlungsfreiheit ist zudem angemessen. Die Belange des Gemeinschaftsschutzes überwiegen hier die Auswirkungen der Strafnorm des § 315d Abs.

  • 1 Nr;
  • 3 StGB auf die allgemeine Handlungsfreiheit;
  • Der hohe verfassungsrechtliche Rang des Rechtsguts Leben, welches die Vorschrift des § 315d Abs;
  • 1 Nr;
  • 3 StGB auch über das Rechtsgut der Sicherheit des Straßenverkehrs schützen will, legitimiert auch die Strafbarkeit einer abstrakten Gefahr (vgl;

dazu m. BVerfGE 153, 182 ). Dahinter muss das Interesse, sich unter Verletzung der Straßenverkehrsordnung sowie der Missachtung von Rücksichtnahmepflichten gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern mit höchstmöglicher Geschwindigkeit fortbewegen zu wollen, zurücktreten.

Wann wurde der 315d StGB eingeführt?

§ 315d StGB wurde – mitsamt der vom vorlegenden Amtsgericht für verfassungswidrig gehaltenen Nr. 3 des Abs. 1 – eingeführt mit Wirkung vom 13. 10. 2017 durch Gesetz vom 30. 09. 2017 (BGBl.

Welche Strafe bei Straßenrennen?

Strafenkatalog: Illegale Autorennen –

Straf­tat Stra­fe mög­liche Neben­stra­fen*
Teil­nahme an ille­galem Stra­ßen­rennen Geld­strafe oder Frei­heits­strafe bis 2 Jahre a) Fahr­ver­bot bis 6 Mo­nate + 2 Pun­kte in Flens­burg b) Fahr­er­laub­nis­ent­zug + 3 Pun­kte
. andere da­durch ge­fähr­det Geld­strafe oder Frei­heits­strafe bis 5 Jahre
. andere da­durch fahr­lässig ge­fähr­det Geld­strafe oder Frei­heits­strafe bis 3 Jahre
. infolge­dessen eine Per­son ge­tötet Frei­heits­strafe zwischen 1 und 10 Jahre
. infolge­dessen mehreren Per­sonen schweren gesund­heitlichen Schaden zugefügt Frei­heits­strafe zwischen 1 und 10 Jahre
ille­gales Auto­rennen aus­gerich­tet oder durch­ge­führt Geld­strafe oder Frei­heits­strafe bis 2 Jahre
. beim Versuch Geld­strafe oder Frei­heits­strafe bis 2 Jahre
* ggf. zusätzlich: Beschlag­nahmung des einge­setzten Tatfahr­zeugs

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